Sicherheit im Alter: Alleinlebende ältere Menschen – welche realen Risiken gibt es?

Hallo, hier ist Lucien. Ältere Menschen, die allein leben, sind besonders gefährdet, zu stürzen, einen Schwächeanfall zu erleiden, zu Hause betrogen zu werden oder in einen Notfall zu geraten, bei dem zu lange niemand Hilfe leistet: Verbinde Vorbeugung, regelmäßige Kontakte und eine Möglichkeit, Alarm auszulösen.

Das kannst du sofort tun

  • Überprüfe Türspion, Sicherheitskette und Schloss der Eingangstür.
  • Vereinbart einen täglichen Anruf oder eine Nachricht zu einer festen Uhrzeit.
  • Entferne rutschige Teppiche und verbessere die Beleuchtung, besonders im Flur und im Badezimmer.
  • Lege die Nummern von Angehörigen sowie die Nummern 15 und 17 neben das Telefon.
  • Wenn die Person es möchte, probiert einen Hausnotruf mit einem leicht zu tragenden und zu bedienenden Knopf aus.

Allein zu leben bedeutet nicht, ständig in Gefahr zu sein. Das Risiko steigt vor allem dann, wenn es zu Hause zu einem Sturz, einem Einbruch oder einem Schwächeanfall kommt und niemand Hilfe rufen kann. Eine sichere Wohnung und ein aufmerksames soziales Umfeld verringern diese Gefährdung, ohne das Zuhause in eine medizinische Einrichtung zu verwandeln.

Ältere Menschen, die allein leben: Welche Risiken gibt es tatsächlich?

Die Risiken betreffen sowohl den Haushalt als auch böswilliges Verhalten. Ältere Menschen können zum Ziel falscher Handwerker oder vermeintlicher Mitarbeiter von Behörden und Unternehmen werden. Sie können aber auch im Badezimmer ausrutschen oder sich unwohl fühlen, ohne Hilfe rufen zu können.

Trickdiebstähle setzen oft auf Druck: Ein Besucher meldet einen dringenden Rohrbruch oder behauptet, von einer Organisation geschickt worden zu sein. Manche gehen zu zweit vor: Einer spricht mit der Bewohnerin oder dem Bewohner, während der andere die Wohnung erkundet. Der richtige Reflex ist einfach: Öffne die Tür erst, nachdem du die Identität über eine offizielle Telefonnummer überprüft hast.

Risiko Was passieren kann Sinnvolle Maßnahme
Sturz oder Haushaltsunfall Die Person bleibt am Boden liegen oder kann nur schwer jemanden erreichen. Wege freiräumen, die Beleuchtung verbessern und eine Möglichkeit zum Alarmieren vorsehen.
Trickdiebstahl Eine unbekannte Person erfindet einen dringenden Einsatz, um hineinzukommen. Die Tür geschlossen halten und selbst bei der betreffenden Organisation anrufen.
Aufdringliche Verkaufsmasche Ein Kostenvoranschlag oder eine Anzahlung wird unter Druck verlangt. An der Haustür nichts unterschreiben und nichts bezahlen.
Soziale Isolation Ein Notfall oder eine Verschlechterung des Gesundheitszustands bleibt unbemerkt. Regelmäßige Kontakte zu Angehörigen oder einer vertrauenswürdigen Nachbarin bzw. einem vertrauenswürdigen Nachbarn organisieren.

Auch ein Einbruch in Anwesenheit der Bewohnerin oder des Bewohners kann große Angst auslösen, selbst wenn niemand verletzt wird. Und nach einem Einbruch können Scham oder Verwirrung dazu führen, dass die Tat erst spät gemeldet wird: Es ist wichtig, daran zu erinnern, dass Betroffene um Hilfe bitten können, ohne verurteilt zu werden.

Betrug an der Haustür: Warnsignale

Ein Techniker, der ohne Termin erscheint, darauf besteht, hineinzukommen, oder keinen Dienstausweis vorzeigen will, sollte überprüft werden. Die behauptete Dringlichkeit – ein Leck, ein defekter Zähler oder eine unmittelbar bevorstehende Unterbrechung – soll manchmal verhindern, dass man in Ruhe nachdenkt.

Wenn die Person sagt, dass ein Kollege draußen wartet, oder versucht, dich in einen anderen Raum zu lotsen, folge ihr nicht. Schließe die Tür, ruf eine vertraute Person an oder kontaktiere den Notruf, wenn du dich bedroht fühlst. Einen echten Termin kannst du bei der Organisation anhand ihrer offiziellen Kontaktdaten überprüfen.

Stürze zu Hause, Schwächeanfälle und medizinische Notfälle

Haushaltsunfälle lassen sich schwerer bewältigen, wenn niemand schnell eingreifen kann. Ein Sturz, ein Schwächeanfall oder plötzlich auftretende Schmerzen können einen medizinischen Notfall erfordern. Das Problem ist dann sowohl der Vorfall selbst als auch die Zeit, die bis zum Alarm vergeht.

Ein Hausnotruf kann es ermöglichen, über ein Armband oder einen Anhänger Hilfe anzufordern. Er ersetzt weder eine Nachbarin oder einen Nachbarn, Angehörige noch den Rettungsdienst, bietet aber eine praktische zusätzliche Möglichkeit – insbesondere, wenn das Telefon nicht erreichbar ist. Überprüfe regelmäßig, ob der Knopf funktioniert und die Kontaktdaten aktuell sind.

Risiken vorbeugen: Die Wohnung sicherer machen, ohne Angst zu schüren

Beginne mit einfachen Maßnahmen: Befestige Teppiche oder entferne sie, beleuchte den Weg zur Toilette, räume Durchgänge frei und bringe bei Bedarf geeignete Haltegriffe an. Eine Videosprechanlage, ein Türspion oder eine Sicherheitskette helfen ebenfalls dabei, Besucher zu erkennen, ohne die Tür weit zu öffnen.

Wähle Geräte, die verständlich und einfach zu bedienen sind. Ein Alarm mit einfacher Tastatur oder ein am Handgelenk getragener Alarmknopf kann mehr Sicherheit geben als eine komplizierte App. Das beste Gerät ist das, das die Person akzeptiert und tatsächlich benutzt.

Ein einfacher Ablauf in drei Schritten

  1. Schritt 1: Überblick verschaffen. Gehe gemeinsam mit der Person durch die Wohnung: Eingangstür, Beleuchtung, Teppiche, Badezimmer, Telefon und Zugang zu wichtigen Telefonnummern.
  2. Schritt 2: Vereinbarungen treffen. Legt gemeinsam einen täglichen Kontakt und eine Regel für unangekündigte Besuche fest: nicht öffnen, überprüfen und anschließend die Organisation über eine offizielle Telefonnummer zurückrufen.
  3. Schritt 3: Testen. Probiere den Hausnotruf gemäß den Anweisungen des Anbieters aus und überprüfe, ob bei der Notrufzentrale die richtigen Nummern der Angehörigen hinterlegt sind.

Wenn die Person allein lebt, sich aber gut zurechtfindet, können ein regelmäßiger Anruf und einige Anpassungen ausreichen, um das Leben in der eigenen Wohnung sicherer zu machen. Wenn sich Stürze wiederholen, Termine vergessen werden oder Ernährung und Hygiene sich verschlechtern, lass dich von der Ärztin oder dem Arzt, dem CCAS oder den Sozialdiensten beraten: Ein Verlust der Selbstständigkeit sollte beurteilt werden, statt überstürzt eine Entscheidung zu treffen.

Das soziale Umfeld ist genauso wichtig wie die Ausstattung

Eine vertrauenswürdige Nachbarin oder ein vertrauenswürdiger Nachbar kann bemerken, dass ein Rollladen geschlossen bleibt, sich die Post stapelt oder jemand ungewöhnlich lange abwesend ist. Tauscht mit Einverständnis der Person eure Kontaktdaten aus und legt fest, was einen Anruf bei den Angehörigen auslösen soll.

Angehörige können außerdem regelmäßig vorbeischauen und unauffällig den Kühlschrank, die Medikamente und den Zustand der Wohnung überprüfen. Damit diese Aufmerksamkeit hilfreich ist, muss sie respektvoll bleiben: Über Risiken zu sprechen, ohne die Person zu bevormunden, hilft mehr, als ihr Geräte oder Entscheidungen aufzuzwingen.

  • Das CCAS kann über lokale Hilfsangebote, Besuchsdienste oder Betreuungsangebote informieren.
  • Die örtliche Gendarmerie kann über die Opération Tranquillité Seniors informieren.
  • Nach einer Straftat ist France Victimes kostenlos unter 116 006 erreichbar und bietet Unterstützung und Beratung.

Diese Gewohnheiten sind auch dann hilfreich, wenn eine ältere Person ein paar Tage verreist: Eine vertraute Person zu informieren, sichtbare Hinweise auf die Abwesenheit zu begrenzen und die Reise vorzubereiten, kann manche Sorgen verringern. Für die Planung eines Aufenthalts findest du außerdem diese Hinweise zur Betreuung allein reisender Seniorinnen und Senioren und zu den Vorsichtsmaßnahmen für sicheres Reisen außerhalb Europas.

Wann sollte das Leben in der eigenen Wohnung neu bewertet werden?

Es gibt kein bestimmtes Alter, ab dem man die eigene Wohnung verlassen muss. Ein kürzlicher Sturz, wiederholte Schwächeanfälle, eine vernachlässigte Wohnung, vergessene Mahlzeiten oder zunehmende soziale Isolation sind jedoch Warnzeichen, die ernst genommen werden sollten.

Wenn es sich um eine einzelne Schwierigkeit handelt – zum Beispiel eine Badewanne, deren Nutzung zunehmend beschwerlich ist –, können eine gezielte Anpassung und die Einschätzung einer Fachkraft helfen. Wenn sich mehrere Probleme häufen, insbesondere nachts oder wenn keine Angehörigen da sind, sollten die Unterstützungsangebote neu bewertet und eine Wohnform mit mehr Betreuung in Betracht gezogen werden.

Können ältere Menschen sicher allein leben?

Oft ja, wenn die Wohnung angepasst ist, regelmäßige Kontakte bestehen und eine Möglichkeit zum Alarmieren verfügbar ist. Die Situation sollte neu bewertet werden, wenn sich Stürze, Vergesslichkeit oder Schwierigkeiten im Alltag häufen.

Was kann man tun, wenn eine unbekannte Person an der Tür hartnäckig bleibt?

Lass die Tür geschlossen, bitte um einen Identitätsnachweis, ohne die Person hereinzulassen, und ruf selbst bei der betreffenden Organisation unter ihrer offiziellen Telefonnummer an. Bei unmittelbarer Bedrohung wähle die 17.

Reicht ein Hausnotruf aus, um allen Risiken vorzubeugen?

Nein. Er erleichtert das Alarmieren bei einem Sturz oder Schwächeanfall, ersetzt aber weder die Anpassung der Wohnung noch Angehörige oder den Rettungsdienst. Außerdem muss das Gerät getestet und die Kontaktliste aktuell gehalten werden.

An wen kann man sich wenden, wenn sich die Isolation oder der Verlust der Selbstständigkeit verschlimmert?

Die Hausärztin oder der Hausarzt kann den Unterstützungsbedarf einschätzen. Das CCAS der Gemeinde kann anschließend an Hilfsdienste, Betreuungsangebote und lokale Unterstützungsangebote verweisen.

Danke, dass du dich um unsere Seniorinnen und Senioren kümmerst; Lucien

Ähnliche Beiträge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert